ich bin eigen
mir zu eigen
und dabei ganz
dir zugetan

da sitzt es mir wieder
im nacken, das tier
und frißt mich an
frißt alles auf
nur die hoffnung
die nicht

jetzt wieder regen
es ist alles
so wechselhaft
zur zeit trübe
und licht

in den ritzen

zwischen den gedanken
wohnt altes leben
alte gerüche
zum beispiel
das auto
ein kadett
in dem ich
als kind immer
hinten saß und
zwischen den sitzen
nach vorne sah
zu den beiden

addition

zwei oder auch drei ohnmächte
zusammengenommen
ergeben
am unteren ende
eine schreckliche macht

heute

dieser tag
so unheilbar
und lebendig

alles ist
vergangenheit

herzeis

in diesem sommer
bis weit nach mitternacht
auf dem balkon sitzen
und martini trinken
mit viel eis
in herzform
dazu ein wenig rauch
für den nebel
vielleicht

und dabei an dich denken
sagen: ich bin da
ganz leise
dann wieder summen
und denken
und seufzen
und trinken

niemand wird das wissen
oder hören
auch du nicht
niemals

ich liebe immer
nur heimlich
aus der ferne

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